Symphonie an einen Fluss – Donauwellen aus dem Haferl

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Eine Kreation, an die ich mich noch nie herangetraut habe. Die Donauwellen. Obwohl ich sie wirklich sehr gerne esse, habe ich sie selbst noch nie ausprobiert. Das kann auch daran liegen, dass ich nicht so oft Blechkuchen backe. Damit’s ein bisschen ausgefallener wird, hab ich mir dann das überlegt: Donauwellen im Haferl, eigentlich ein Cupcake, aber ich mag die Bezeichnung nicht:).
Vom Rezept nicht so weit weg von der traditionellen Donauwelle, optisch dafür aber ein Stückchen anspruchsvoller als das Original. Mal sehen, obs am Ende auch schmeckt.

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Was man für die Komposition braucht…

200 g Mehl
3 zimmerwarme Eier
125 g Zucker
150 g weiche Butter
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 TL Kakao

1/4 l Milch
1 Vanilleschote
25 g Speisestärke
40 g Zucker
3 Eigelb
100 g Butter

Zartbitterschokolade
Ein paar Sauerkirschen

Am Anfang steht der Violinschlüssel…

…zu allererst wird die Butter, zusammen mit dem Zucker, ordentlich  schaumig geschlagen (ich hab das ja am Anfang auch immer ein bisschen vernachlässigt, aber es läuft schon alles besser, wenn man dem Ganzen ein bisschen Zeit gibt…). Dann kommen nach und nach die Eier dazu. Nach jedem Ei wird allerdings wieder gut gerührt, etwa 2 Minuten lang.
Im Anschluss kommen Mehl, Backpulver & Salz, natürlich gut vermischt, dazu und alles wird zu einem Teig verarbeitet. Der wird dann halbiert – und die erste Hälfte kommt gleich in einen Gefrierbeutel. Die zweite Hälfte wird mit dem Kakao noch dunkel gefärbt und darf dann auch in einen separaten Beutel.

…komplettiert durch den Bassschlüssel…

Eine Mini-Muffinform muss zunächst mit Papierförmchen bestückt werden. Dann kommt zuerst ein Tupfen heller Teig hinein, als nächstes der dunkle. Von jedem ungefähr so viel, das am Ende ca. zwei Drittel des Förmchens voll sind. Da der Teig allerdings eher zäh ist, muss man den ihn noch besser verteilen. Der dunkle Teig muss im Idealfall den hellen komplett abdecken. Zu guter Letzt wird in jeden Mini-Muffin noch eine Kirsche gedrückt – sollten sie sehr klein sein besser zwei. Im heißen Backofen müssen sie dann erst mal ca. 25 Minuten bei 160°C (Umluft) backen, bis sie schön aufgegangen sind.
Dann abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

…und es beginnt mit den leisen Tönen…

Für die Creme muss zunächst eine Art Pudding gemacht werden. Dazu die Vanilleschote auskratzen und in die Milch rühren. Diese  dann einmal aufkochen lassen – dabei kommt die Vanilleschote mit in den Topf. Anschließend vom Herd nehmen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.

…und nach einer kurzen Pause…

Die Eigelbe, zusammen mit dem Zucker, schaumig rühren – ca. 5 Minuten lang. Dann die Speisestärke darunter rühren. Die Milch zufügen und mit einem Schneebesen darunterrühren, bis eine einheitliche Masse entsteht und alles wieder zurück in den Topf geben. Die Masse bei mittlerer Hitze köcheln lassen und rühren was das Zeug hält, bis eine puddingartige Konsistenz vorherrscht.
Ist das geschafft, muss der „Pudding“ abkühlen. Dafür eine Frischhaltefolie darüber legen, damit keine Haut entsteht.

…wird mit einem langsamen Crescendo …

Wenn die Masse abgekühlt wird, kann die Buttercreme fertig angerührt werden. Dafür die Butter (zimmerwarm) schaumig schlagen und den Pudding esslöffelweise darunterrühren. In einen Spritzbeutel füllen und ein bisschen kalt stellen, damit sie sich besser spritzen lässt.

…das mitreissende Finale begonnen…

Es werden dann kleine Hauben auf die Muffins gespritzt, dabei außen anfangen und nach innen und oben vorarbeiten. Die Donauwellen-Häppchen dann erstmal wieder kaltstellen.
Derweil Schokolade schmelzen und – bei Bedarf und Lust – mit einem Gefrierbeutel o.Ä. kleine Böötchen auf ein Backpapier spritzen – so als kleine Fleißarbeit:). Mit dem Rest die Deko auf die „Cupcakes“ bringen und von oben einfach wild auf die Muffins segeln lassen – mit einem Löffel oder dem Gefrierbeutel.

…und die letzte Note klingt noch leise nach.

Wem das jetzt zu kitschig war, dem sei es gegönnt – allerdings sollte man sie doch erst probieren, denn diese Donauwellen-Happen sind für den Mund wie die Musik für die Ohren.

Die einzelnen Bestandteile sind für sich gesehen vielleicht nur eine Art abgehackte, langweilige Melodie – doch im Zusammenspiel harmonieren sie, verfließen und werden zum echten Ohrwurm.

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Jetzt aber genug von den Musikmetaphern und zurück auf den Boden der Realität: Die Donauwellen aus dem Haferl sind irgendwie viel Arbeit, aber ich glaube nicht sehr viel mehr als die Donauwelle selbst – und doch sind sie eben in Haps-Größe und irgendwie einfach süß.

Die Symphonie an den Fluss, den ich schon so oft über- und doch noch nie durchquert habe:)
Viel Erfolg beim Komponieren,

eure Simone

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