Das Beste, was man aus Nudeln machen kann – „Spaghetti Chorizonara“

 

HeaderSpaghetti_kl

Mit der Chorizo ist es ja wie mit Sojasoße, Knoblauch oder meinem Favoriten: Gorgonzola – passt immer, schmeckt immer und macht alles besser, immer.

Und so ist es auch mit den Spaghetti Carbonara. Meine Eltern haben sie schon immer gemacht, und schon damals war es eines meiner absoluten Lieblingsgerichte – natürlich ganz klassisch mit Speck. Dann kam ein Martin, wurde zu meiner besseren Hälfte und ich hatte den Salat: Er mag keinen Speck. (und keinen Gorgonzola, aber da red ich nicht gern drüber:)) Und irgendwann werde ich dann (endlich) auf diese tolle Idee gebracht: Den Speck einfach durch Chorizo ersetzen.

Kurzerhand wurde das natürlich ausprobiert und das gute alte Rezept von Mama an neue Rahmenbedingungen angepasst. Und das Ergebnis – unerwartet unbeschreiblich.

ZutatenSpaghetti_kl

Was man dafür im Kühlschrank haben sollte:

ca. 100 g Chorizo, klein gewürfelt
Wer sie nicht kennt, sollte das unbedingt bald ändern: Chorizo ist eine spanische Hartwurst mit Paprika und Knoblauch. Zu kaufen gibt’s die eigentlich an jeder (gut sortierten) Wursttheke.

500 g Spaghetti
Salz fürs Nudelwasser
1/8 l  Sahne
4 sehr frische Eier und 1 sehr frisches Eigelb (eigentlich macht man Spaghetti Carbonara ja nur mit Eigelb. Da allerdings dann immer das ganze Eiweiß überbleibt, haben wir das Rezept einfach umgemodelt. Resultat: Genauso gut, bloß vergammelt weniger)
120 g Parmesan
recht viel Pfeffer (zumindest bei mir)

Zu allererst muss natürlich Nudelwasser aufgesetzt werden. Also ordentlich salzen und ab auf den Herd. Während das langsam aber sicher dem Stadium des Kochens näher kommt, wird die Chorizo klein gewürfelt, die Eier in eine Schüssel geschlagen und verkleppert, der Parmesan gerieben und mit der Sahne unter die Eier gerührt und am Ende alles noch ordentlich gepfeffert.

Dann einmal durchatmen:)

In einer kleinen Pfanne werden dann die Chorizo-Würfel angebraten. Weil die recht viel Fett verlieren, lasse ich die Würfel immer in ein paar Blatt Küchenrolle abtropfen. In einer großen Pfanne wird die Ei-Sahne-Käse-Mischung langsam erhitzt. Die Eier dürfen nicht stocken, also wirklich sehr langsam auf niedriger Stufe erhitzen. Der Parmesan soll in der Pfanne langsam schmelzen. Ziel ist es also, eine einheitliche, sehr flüssige  Masse zu bekommen – vorerst.

Idealerweise trifft das gerade dann ein, wenn die Nudeln fertig gekocht sind. Wie lange die kochen müssen, steht ja bekanntlich auf der Packung;). Wenn zeitlich alles klappt, schöpfe ich noch 2 Esslöffel Nudelwasser ab, gebe sie zur Eier-Parmesan-Masse und gieße die Nudeln dann ab. Kurz abtropfen lassen – und dann rein in die Pfanne. Chorizo-Würfel drüber, alles gut durchmischen, und dann ab auf die Teller.

Wem die Eier-Soße so doch eine Nummer zu flüssig ist, kann die Nudeln noch kurz erhitzen, bis das Ei ein bisschen stockt.

SpaghettiEnd_kl

Das Rezept war mit Speck schon der Hammer – die Chorizo allerdings sorgt dafür, dass nicht Salz der dominante Geschmack ist und bringt genau den Grad an Schärfe mit, der dem Gericht noch gefehlt hat.

Ich könnte die Spaghetti jeden Tag essen. Wenn sie auf den Tisch kommen, steigt die Vorfreude aber spätestens beim Kochen schon ins Unermessliche. Gästen hab ich sie noch nicht vorgesetzt, deshalb kann ich da nicht so viel drüber sagen. Ich bin mir aber sehr sicher, dass sie jedem ganz fantastisch schmecken, der Spaghetti Carbonara mag.

Die Menge oben reicht normalerweise locker für zwei Tage, zwei Personen und zweimal GROßEN Hunger. Aufgewärmt stockt das Ei zwar, die Spaghetti sind aber immer noch genauso gut.

Dazu passt Tomatensalat, Gurkensalat oder eigentlich jeder andere Salat. Beinahe essentiell ist natürlich ein Glas Rotwein. Mit all dem bewaffnet auf die Terrasse setzen und zwischen reif werdenden Tomaten und Himbeeren der Sonne beim Untergehen zuschauen – perfekter geht es wirklich nicht.

Als Nachspeise werden dann natürlich die Himbeeren vernichtet…direkt vom Strauch und einfach so.

Ihr solltet das beim nächsten lauen Sonntagabend unbedingt mal ausprobieren. Mich darf man da natürlich immer einladen;)

Bis dahin guten Appetit,

eure Simone

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