Ein Hoch auf die letzten warmen Tage – Spätsommer im Törtchen

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Um diese wundervolle Himbeer-Saison für dieses Jahr vorerst zu verabschieden (wir haben auch noch späte Sorten im Garten), hab ich mich ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt…

Mit diesen traumhaften kleinen Tartelettes hatte nämlich auch ich noch nie das Vergnügen. So ähnlich, ja. Aber in dieser Kombination absolut neu.

Normalerweise assoziiert man Schokolade ja nicht mit Himbeeren. Und von Quarkcremes ist man ja generell auch nicht immer begeistert. In dieser Kombination allerdings schmeckt es ganz fantastisch. Und verbindet auf einzigartige Weise die Schokolade mit den sommerlichen Beeren, ohne gleich zu mächtig zu werden.

Möglich macht das wiedermal der Herr Lafer, von dem habe ich nämlich die Schokoladencreme – also zumindest so ähnlich. In irgendeinem Rezeptheftchen hat er daraus eine Torte gezaubert…aber sie funktioniert genauso gut in diesen kleinen, entzückenden Tartelettes.

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Ein bisschen aufwändig sind sie ja schon. Aber wie ich das immer gerne betone bei den Rezepten, die ich hier so zum Besten gebe: es lohnt sich.

Auch zutatentechnisch sind sie leider nicht gerade sparsam…aber zumindest der Teig geht ganz schnell und wenn man Lust zum Backen hat, dann macht doch weder Zeitaufwand, noch das vorherige einkaufen etwas aus…

Der Teig.

250 g Mehl

75 g Zucker

1 Ei

1 Vanilleschote

1 Prise Salz

125 g kalte Butter

 

Die Creme.

100 g Zartbitterschokolade

2 Blatt Gelatine

2 Eier (möglichst frisch, da sie roh verarbeitet werden)

80 g Zucker

200 g Sahnequark (auf keinen Fall den Quark mit Magerstufe kaufen, Sahnequark darf sich ab 40% Fett so nennen – ein bisschen schmecken soll es ja schon;))

1 Stamperl Himbeergeist

Ein paar frische Himbeeren, oder ein paar mehr.

 

Zuerst kommen natürlich die Tartelette-„Schalen“ an die Reihe. Dazu kommen Mehl, Zucker, das Ei, das Vanillemark, Salz und Butter (am besten gewürfelt) in eine Schüssel und werden mit dem Knethaken oder gleich mit der Hand verknetet. Der Teig ist fertig, wenn eine einheitliche Masse entstanden ist, der sich zu einer Kugel formen lässt – was man dann auch gleich macht. Dann hat der Teig erstmal ungefähr eine Stunde Pause und entspannt im Kühlschrank.

In der Zwischenzeit setzt man sich dann entweder auf die Couch und tut es dem Teig gleich, oder man fängt schon mal an, die Creme zusammen zu rühren.

Dafür muss die Schokolade ihren Aggregatzustand ändern und schmilzt überm Wasserbad dahin. Ist sie flüssig, wird sie beiseite gestellt. Die Gelatine wird derweil in kaltem Wasser ungefähr 3 Minuten eingeweicht.

Das Wasserbad bleibt in Aktion. Die Eier werden getrennt und das Eigelb mit der Hälfte des Zuckers und 2 EL Wasser darüber zu einem warmen Schaum  aufgeschlagen, am besten mit einem Schneebesen. Das wichtigste nicht vergessen: Der Himbeergeist darf auch mit rein:) Die Gelatine wird dann ordentlich ausgedrückt und ebenfalls zum Schaum gegeben. Ist er lauwarm, löst sie sich auch schnell auf. Dann wird auch die Schokolade mit hineingerührt. Sie darf nicht zu heiß sein, weil das Eigelb sonst gerinnt und alles ein recht unappetitliches Spektakel ergibt. Der Sahnequark wird dann ebenfalls zugegeben und alles ordentlich vermischt.

Und wer jetzt rätselt, was mit dem guten alten Eiweiß passiert, das immer übrig bleibt: das wird dann letztendlich auch noch steif geschlagen – mit der anderen Hälfte des Zuckers – und dann vorsichtig unter die Creme gehoben, damit sie schön fluffig wird.

Ich will nicht sagen schon – aber dann ist die Creme fertig:)

Der Teig dürfte inzwischen auch schon kalt sein. Das mit der Dosierung ist dann mal wieder Gefühlssache. Ich habe viele verschieden kleine Tartelette-Förmchen. Ungefähr acht verschieden große Schalen bekomme ich aus dem Teig heraus. Ich drücke den Teig einfach mit der Hand in die Förmchen, damit alles bedeckt ist und vermeide dabei zu dünne oder zu dicke Stellen. Und dann werden es einfach so viele, wie es eben werden…

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Am Boden werden die Tarteletts mit einer Gabel eingestochen und dann kommen sie in den vorgeheizten Backofen bei 160°C (Umluft), ca. 10 Minuten lang. Sind sie etwas gebräunt, dürfen sie wieder raus. Anschließend aus dem Ofen nehmen und ein bisschen abkühlen lassen. Je länger sie allerdings in der Form auskühlen, desto schwieriger gehen sie raus. Meine Förmchen haben alle einen Hebeboden. Deshalb stelle ich die Form relativ zügig (bewaffnet mit einem Topflappen) auf ein umgedrehtes Wasserglas, das im Durchmesser kleiner ist, als der Hebeboden. Dann macht es „Schwups“, und der Ring fällt runter. Der Boden geht dann eigentlich auch recht schnell ab und man vermeidet, dass die Schale bricht, da der warme Boden noch elastisch ist. Denn ist erstmal alles abgekühlt, wird es auch sehr hart und die Schalen brechen leicht.

Ohne Form dürfen sie dann aber abkühlen, bis sie ganz kalt sind. Dann wird die Creme in die Schalen gefüllt und alles wieder zurück in den Kühlschrank bugsiert. Ich habe sie dann über Nacht im Kühlschrank gelassen, damit die Creme auch wirklich schnittfest ist.

Anschließend noch mit ein paar Himbeeren dekorieren – und fertig.

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Leider war ich für das letzte Bild nicht schnell genug – da hat sich schon jemand dran vergriffen;)

Die Tarteletts sind zwar – ganz im Gegensatz zu den Guglhüpfern – etwas aufwändiger, sind dafür aber auch nicht ganz so schnell weg – der würdige Abschluss eines erntereichen Sommers. Gleichzeitig läuten sie mit der schokoladigen Komponente so ein bisschen – ich will nicht sagen den Herbst ein – den Sommer aus.

Denn wenn die Tage wieder kürzer und die Sonnenstrahlen kühler werden merkt man erst, was man am Sommer hatte. Und wie jedes Jahr haben wir ihn irgendwie nicht genug ausgenutzt…

Deswegen nichts wie los und die letzten warmen Tage in vollen Zügen genießen. Lasst mich wissen, wie sie geschmeckt haben, die Sommertage im Törtchen:)

Bis dahin viel Spaß und genießt die letzten Beeren der Saison.

 

eure Simone

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Ein Kommentar

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