Mexikanisches Indisch oder indisches Mexikanisch – Fajitas con Curry

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Wie manch einer vielleicht schon erraten kann, mag ich mexikanisches Essen sehr gerne. Was ich auch sehr gerne mag, ist indisches Essen. Gerade scharfes Chicken Curry  mit dem berühmten »Naan« finde ich immer sensationell – wobei ich das wirklich noch nie so gut hinbekommen habe wie die Inder (um ehrlich zu sein habe ich das auch noch nicht so oft versucht – das kommt aber ja vielleicht noch).

Bei der Mischung des Curry-Pulvers gibt es ja immer sehr starke Variationen. Seit mir mein Onkel allerdings eines direkt aus Indien mitbringt, habe ich meine Mischung gefunden – und die kommt dann auch gerne mal in Gerichte, in denen sie eigentlich nichts zu suchen hat.

Und genau so sind dann auch diese Fajitas entstanden. Da ich das klassische mexikanische Essen phasenweise wirklich sehr oft esse, waren mir die normalen Fajita-Rezepte dann dauerhaft irgendwie zu langweilig. Da bietet sich das indische Essen natürlich direkt an. Es lässt sich mindestens genauso gut in die Weizenfladen einwickeln wie die klassischen Fajita-Pfannen. Aber auch die klassischen Komponenten sind vertreten: Salat, Paprika und Käse. Nichts gegen die gute alte Guacamole – aber bei dieser Kombination aus indischem & mexikanischem Essen kann es einem schon mal die Schuhe ausziehen:)

 

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Zutaten:

4-6 Weizentortillas

1 Kopfsalat

300 g Hähnchenbrustfilet

2 Zehen Knoblauch

2 Spitzpaprika

ein paar kleine oder eine große Tomate

ordentlich Curry & Paprikapulver

1 TL Currypaste (am besten scharf)

250 ml Kokosmilch

geriebenen Käse

Sojasoße

ein paar Blätter Basilikum

ein Schuss Olivenöl

 

Zur Abwechslung geht es diesmal schon am Vortag los: Das Fleisch wird zuerst mariniert. Warum kann ich auch nicht so gut erklären, aber es wird einfach zarter und schmeckt am Ende besser – Punkt. Die Hähnchenbrust also in kleine Streifen schneiden und mit Sojasoße und Knoblauch vermischen. Das Basilikum mit etwas Öl pürieren und ebenfalls dazugeben. Dann alles gut durchrühren oder -schütteln und im Kühlschrank bis zum nächsten Tag zugedeckt gut durchziehen lassen.

Tags darauf dann erstmal Salat waschen und beiseite legen, Wraps auspacken und gleich wieder einpacken, nämlich in ein nasses Geschirrtuch, und bei ca. 50-100°C (Umluft) in den Ofen legen. Die Paprika und die Tomaten waschen, entkernen und würfeln.

Eine mittelgroße Pfanne auf den Herd stellen und das Fleisch hineingeben, sobald sie richtig heiß ist. Dabei nicht die komplette Marinade mit in die Pfanne geben, sondern etwas abtropfen lassen. Das Fleisch anbraten, bis es rundrum schön braun ist. Dann noch kurz die Paprika dazugeben und mitbraten. Nach ca. 2 Minuten dann mit Kokosmilch ablöschen und mit Currypulver und -paste, Paprikapulver und Pfeffer ordentlich „Bums“ verleihen. Dann muss das ganze noch etwas einkochen, damit das Essen am Ende nicht in einer Sauerei endet und die Soße etwas dickflüssiger wird.

Ist das geschafft, kann auch schon losgelegt werden. Einen Fladen aus dem Ofen holen und auf den Teller legen, dann Salat in die Mitte legen. Fleisch darauf verteilen, Tomaten und Käse darüberstreuen und dabei alles ungefähr auf einem Haufen platzieren. Denn dann wird gewickelt: erst von unten nach oben klappen, dann die Seiten einklappen und am besten nicht wieder loslassen, bis er weggegessen ist. Aber keine Sorge, das ist nicht schwer, sie schmecken nämlich wirklich soooooooo gut. Und da sich jeder seinen eigenen Wrap wickelt, kann auch jeder mit reinwerfen, was er noch gerne drin hätte – dem sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Soll der Wrap doch mal halten, so wie für meine Fotos, empfehle ich die gute alte Alufolie. Sie hält alles stabil zusammen und unten kann auch nicht so viel Soße entwischen. Ich hab es natürlich noch mit einer Serviette aufgehübscht, damit sich der Wrap von seiner besten Seite zeigen kann…

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Gerade für »Hoaklige« ist das Rezept ideal, weil jeder so kombinieren kann, wie er möchte. Man kann noch weiter in die mexikanische Richtung gehen und Mais mit dazugeben oder Champignons hineinschneiden – der Martin wirft sich ganz gerne Oliven mit dazu. (Zu dem Zeitpunkt bin ich immer ganz froh um meine eigene Kreation)

Wer möchte kann den Wrap auch vorher noch mit Sauerrahm bestreichen oder mit Tabasco nachwürzen.

Grenzen setzt nur die eigene Fantasie.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und selbst Zusammenwürfeln – haltet eure Schuhe fest;)

¡Buen provecho! & Rasawath aharak!

eure Simone

 

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