Focaccia&Pomodori….mehr als nur Tomatenbrot.

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Schon ist er wieder vorbei, der Sommer.
Nur weil die Lebkuchen sich wieder in den Einzelhandel geschlichen haben muss man aber nicht gleich die Hoffnung verlieren – immerhin scheint noch die Sonne und mit ein paar Decken kann man abends auch noch ein bisschen draußen sitzen. Außerdem werden die letzten Tomaten aus dem Garten geerntet – und die schmecken definitiv noch nach Sommer!

In allen Farben hängen sie noch am Strauch und trotzen Regen und Kälte, nur um auf meinem Bruschetta noch nach Urlaub, Garten und Sonne schmecken zu können.

Das Rezept für Foccacia hat – wie könnte es anders sein – Johann Lafer perfektioniert. Dem habe auch ich nichts hinzuzufügen (und selbst meine Oma nicht:))
Dieses Brot ist wirklich fantastisch und wird immer und zu Allem gern gegessen. Bei jeder Grillfeier werd ich schon fast drauf reduziert…und für alle, die das Rezept immer haben wollten, hab ich jetzt hier gleich eine Lösung geschaffen – ich hoffe der Erfinder nimmt mir das nicht übel…

was man braucht:

900 g Mehl (am besten Typ 550, wer das aber, so wie ich, nie zu Hause hat, kann auch einfach normales nehmen)

500 ml Wasser

1 Würfel Hefe

100 ml Öl

3 TL Salz

3 EL Honig (die ominöse Geheimzutat)

Öl und grobes Salz

wie es geht:

Am besten geht es natürlich mit einer Küchenmaschine – aber auch mit der Hand knetet sich der Teig ganz gut: Zuerst wird die Hefe zerbröselt, das lauwarme Wasser dazugegeben und alles gut durchgerührt, damit sich die Hefe auflöst. Dann kommen Öl, Salz und Honig dazu und wieder wird alles gut vermischt. Am Ende kommt nur noch das Mehl dazu und man muss kneten, was das Zeug hält.

Man sollte dann nicht ständig Mehl dazugeben, nur weil der Teig klebt, sondern – auch wenns länger dauert – lieber länger kneten. Irgendwann (auch wenn man es während dem Kneten nicht so richtig glauben mag) wird der Teig nämlich dann kompakt, man muss nur lang genug durchhalten. Danach zu einem Klumpen Formen und an einem warmen Ort ungefähr eine Stunde ruhen und gehen lassen.

Dann werden kleine Fladen geformt. Die müssen weder schön gerade, noch rund sein. Hauptsache es ist ein bisschen platt. Denn dann werden sie nochmal mit einem Tuch abgedeckt und für eine viertel Stunde in Ruhe gelassen.

Wenn die Fladen gegangen sind, werden sie mit den Fingerspitzen eingedrückt…beziehungsweise es wird mit den Fingern ordentlich reingebohrt. Mit einem Pinsel werden die Brote dann mit Olivenöl bestrichen (sehr großzügig) und zu guter Letzt noch mit grobem Salz bestreut. Dann wandert alles ca. 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen (200°C, Ober-/Unterhitze). Es werden ca. 4 große oder 8 kleine Brote – also ordentlich Hunger mitbringen oder nur die Hälfte machen. Ich mach das ja immer so, dass ich die Brote kürzer im Ofen lasse, damit sie ganz hell und gerade so durch sind. Dann werden sie gleich nach dem Abkühlen eingefroren und beim nächsten Mal einfach aufgetaut. Da stecke ich sie dann nochmal in den Ofen, bis sie schön goldbraun sind (natürlich nochmal mit Olivenöl bestrichen). Schmeckt wie frisch – ist aber 1000000 mal weniger Arbeit:).

Die Zubereitung der Tomaten-Matsche ist dann ganz schnell erledigt: Tomaten entkernen und in kleine Würfel schneiden, dann mit einem guten Schuss Olivenöl vermischen. Eine oder zwei Zehen Knoblauch dazupressen, eine gute Menge geriebenen Parmesan mit hinein (wo wenig hilft, kann bekanntlich viel nicht schaden) und dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig. (Mengenangaben so nach Gfühl)
Die frischen Tomaten tun ihr Übriges – deswegen schmeckt das Ganze auch nur im Sommer…da aber besser als alles, was man sich vorstellen kann.
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Wenns ein bisschen durchgezogen ist, kann die Tomatenmischung aufs Brot und kommt nochmal ein paar Minuten in den Ofen. Wenn der Parmesan dann geschmolzen ist und die Tomaten ein bisschen warm geworden sind, ist es perfekt.
Ich kann nur so viel sagen: Aufpassen, weil dieses „Tomatenbrot“ lässt einen erst recht den Sommer vermissen…

 

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Ich weiß wirklich nicht, warum immer jeder verkokeltes, hartes Baguette als Grundlage für Bruschetta verwendet, obwohl man entweder alle Tomaten auf dem Weg verliert oder sich den Gaumen am Brot aufreisst…hier purzeln zwar auch die Tomaten runter, aber dank den Löchern im Brot bleiben immer noch welche hängen (und der Tomaten-Mischmasch schmeckt auch ohne Brot hervorragend:)

Ich hoffe, ihr habt noch ein paar frische Tomaten – denn Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall! Als Vorspeise ist es allerdings nicht wirklich geeignet, weil man danach eigentlich nichts anderes mehr will:)

Für mich gehört dieses Bruschetta zum Sommer wie das Bier zur Wiesn – hat eben doch mehr zu bieten als ein schnödes Tomatenbrot…

Wie immer – guten Appetit!

eure Simone

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