Schnitzeljagd. Runde I – Das allseits Beliebte.

Schnitzel1_klein
Schnitzel. Nach wiederkehrenden Fragen und Beschwerden fängt das neue Jahr nun mit der Antwort darauf an. Endlich. Schnitzel. Damit der Name Programm ist.
Und bevors an spannende Variationen und Erweiterungen geht, beginne ich ganz einfach mit dem Klassiker, der eigentlich kaum Gegner hat: dem Wiener Schnitzel, das aus Italien kommt.

Wenn ich an Schnitzel denke, dann schweifen die Gedanken als erstes in meine Kindheit ab. Früher, als ich mit meinem Bruder und meinen Großeltern zur Vorbereitung auf die Massenverköstigung etwaiger Festivitäten Schnitzel paniert habe.
So. viele. Schnitzel.
Ich war für das Einmehlen zuständig. Aber ich hätte immer lieber die Semmelbrösel übernommen. Da wir wohl doch nicht die zuverlässigsten Metzgerlehrlinge waren, hat der Opa diesen Part allerdings nie abgegeben. Wahrscheinlich hätte das ganze dann auch übermäßig viel Zeit gefressen.
Alles in allem aber eine sehr schöne Erinnerung, beim Schnitzel panieren haben wir wirklich immer gern geholfen.
Heute kann ich das fast nicht mehr nachvollziehen, sobald ich eher meinen Händen als den Schnitzeln eine Panade verpasse und alles in einer Riesensauerei endet…
Und obwohl es immer ein rechtes Gfrett ist und danach die ganze Wohnung stinkt sind sie es eben doch manchmal wert…

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Hinweise auf dem Weg zum perfekten Schnitzel:
Kalbsschnitzel (je nach Größe pro Person eines)
Salz, Pfeffer
Mehl
Eier
geschlagene Sahne
Semmelbrösel
festkochende Kartoffeln
Zwiebeln
Gemüsebrühe
Weißweinessig
Salz, Pfeffer

Los geht’s natürlich mit den Kalbsschnitzeln. Die müssen nämlich schön dünn geklopft werden. Wenn man einen hat, dann mit dem Fleischhammer, allerdings mit der flachen Seite. Eine Bratpfanne tuts aber genauso, die Nachbarn erschrecken so oder so:) Am besten legt man Klarsichtfolie dazwischen, dann macht man am wenigsten kaputt. Und dann: den Aggressionen freien Lauf lassen.
Anschließend geht es an die erste Station…

Salz & Pfeffer
Das Fleisch auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.

Mehl
Schnitzel in einem Teller mit Mehl wälzen, bis es überall bedeckt ist.

Ei
Je nach Menge ca. 2 Eier verkleppern und etwa einen Esslöffel geschlagene Sahne unterheben, dann wird die Panade lockerer. Dann das bemehlte Schnitzel durch die Masse ziehen.

Semmelbrösel
Das Schnitzel anschließend in einen Teller mit Semmelbrösel legen und wenden, bis alles bedeckt ist.
Dabei die Panade nach Möglichkeit nicht andrücken, dann werden die Schnitzel locker und knusprig ohne dass die Panade abfällt.

In einer Pfanne dann etwas Butterschmalz erhitzen.
Mein Opa hat immer gesagt, die Schnitzel müssen schwimmen. Da man da aber ziemliche Mengen Butterschmalz braucht, schwimmen sie bei mir eigentlich nie.
Ist das Fett heiß die Schnitzel hineinlegen und warten, bis sie unten schön braun sind, dann wenden. Nach Möglichkeit nur einmal, also nicht zu früh umdrehen.

Das waren zwar jetzt schon ganz schön viele Schritte, fertig ist man trotzdem noch nicht. Denn zum Schnitzel gehört nun mal ein guter Kartoffelsalat.
Da fehlt es allerdings an den Mengenangaben, ich hoffe das geht auch so.
Als erstes werden Kartoffeln gekocht. Da kommt es darauf an, wie viele Esser am Tisch sitzen. Aber es gibt eigentlich kaum was besseres, als wenn Kartoffelsalat übrig bleibt, also lieber zu viele kochen als zu wenig. Der schmeckt nämlich auch am nächsten Tag hervorragend.
Die Kartoffeln dann schälen und in Scheiben schneiden. Ein bis zwei Zwiebeln schälen, würfeln und dazugeben. Dann etwas Brühe (nicht sparen, 1/2 l Pro Kilo darfs am Anfang schon sein) erhitzen und in einer Schüssel mit den Kartoffeln mischen. Weißweinessig, Salz und Pfeffer auch mit dazugeben. Ab da ist es dann spätestens Gefühls- und Geschmackssache. Die Kartoffeln nehmen noch ziemlich viel Flüssigkeit und die Schärfe vom Essig weg, also immer mal wieder probieren und nachschütten bis er schmeckt.
Wer mag kann dann natürlich auch noch einen Gurkensalat machen – Frei Schnauze:)

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Nach der geballten Information kann sich jetzt erstmal jeder ans Schnitzel wagen, bis es dann weitergeht…mit der Jagd.

Dieses erste Schnitzel widme ich dem Martin, weil er mich aushält und damit am Ende der Schnitzeljagd endlich mal wirklich ein Schnitzel auf ihn wartet. Du hast es dir verdient!

Wie immer wünsche ich viel Spaß, lasst euch nicht von den vielen Schritten irritieren, so schlimm ist es eigentlich nicht.
Nachmachen ist auf jeden Fall empfohlen, denn den Unterschied schmeckt man eben doch auch – oder ganz besonders – hier.

Auf die Schnitzel, fertig…los!

eure Simone

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