Schnitzeljagd. Runde III – auf Wanderschaft.

Schnitzel1_klein

Das Schnitzel, mit dem es in der dritten Runde meiner Jagd weitergeht, soll ein bisschen Fernweh machen…aber eben auch ein bisschen Heimweh. Es wird sozusagen exotisch. Aber eigentlich möchte ich an dieser Stelle den typischen „exotischen“ Klischees beim Essen aus dem Weg gehen, wie zum Beispiel der Hawaii-Toast, auf dem eine Scheibe Dosen-Ananas liegt…es ist also weder indisch, noch chinesisch, fernöstlich oder anders asiatisch. Es ist ein kleines Gewürz- und Zutatenexperiment, das geglückt ist (und glaubt mir, das ist auch oft nicht so:)) Eben international & zusammengewürfelt.

Was kam also raus, wenn schon die Küche nicht explodiert ist?

Was auf den Bildern zu sehen ist, ist ein Schnitzel, das mit Curry, Sojasoße und Erdnüssen aufgepeppt wurde. Dazu gibt es ein Kartoffel-Avocado-Püree, denn auch die Beilagen haben schließlich etwas Abwechslung verdient.
Die Avocado macht das Püree sehr frisch und weniger schwer und mächtig. Ich finde das gerade zum Schnitzel sehr gut, da es nicht zu den typischen Kartoffel-Beilagen gehört und irgendwie Lust auf Sommer macht. Und außerdem ist es so schön grün:)

Zutaten_klein

Hinweise.
2 Putenschnitzel
Salz & Pfeffer
Mehl
2 Eier
1 Spritzer Sojasoße
2 EL Curry
1 EL geschlagene Sahne
100 g Erdnüsse
100 g Semmelbrösel
Butterschmalz
600 g Kartoffeln
1/2 Avocado
100 ml Milch
150 ml Sahne
Pfeffer, Salz & Muskat

Bevor man alles nachmachen darf, muss man sich selbstverständlich an einen Baum stellen, die Augen zuhalten und bis Hundert zählen…

 

…100

Also. Los geht es wie immer. Schnitzel klopfen. Auch Salz, Pfeffer und Mehl werden wie beim typischen Schnitzel gehandhabt (Wer es nicht mehr weiß, muss in der ersten Runde nochmal spicken). Bei der Eiermasse kommt dann die erste Abweichung. Die Eier zusammen mit dem Curry-Pulver verkleppern und auch den Spritzer Sojasoße gleich dazugeben. Dann Sahne steif schlagen und 1 EL davon vorsichtig unterheben. Anschließend die Schnitzel darin wenden.

Die Semmelbrösel bekommen dann auch noch Gesellschaft. Etwa 100 g davon in einen Teller geben. 100 g ungesalzene Erdnüsse in einer Pfanne – ohne Öl – goldbraun rösten und abkühlen lassen. Dann mit der Hand einigermaßen klein hacken. Man kann sein Glück natürlich auch mit einem Zerkleinerer oder Ähnlichem versuchen, aber meistens kommen dabei einerseits Staub und andererseits ganze Nüsse raus – das ist für die Panade eher unpraktisch. Meine Empfehlung ist also die gute alte Methode.

Die Nüsse dann mit den Semmelbröseln mischen und die Schnitzel darin wenden.

Für das Püree 600 g mehlig kochende Kartoffeln kochen. Das dauert ungefähr 20 bis 25 Minuten. Immer mal wieder mit einem scharfen Messer reinstechen – wenn sie weich sind, sind sie fertig. Die Kartoffeln dann schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die halbe Avocado einfach auch – roh und reif wie sie ist – dazwischenpressen. Das Ganze dann nochmal wiederholen, dann wird das Püree etwas feiner. Derweil können Milch und Sahne in einem kleinen Topf erhitzt und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt werden.

Die Kartoffelmasse in einem Topf auf dem Herd platzieren und die Gewürz-Milch darüber gießen. Gerne dürfen auch noch ein paar Flöckchen Butter dazu – müssen aber nicht. Die Masse dann gut verrühren und abschmecken, denn meistens fehlt es noch an allen Ecken & Enden.

Dann wie gehabt das Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen und, wenn die Pfanne heiß ist, die Schnitzel hineingeben. Von beiden Seiten goldbraun braten. Da es Putenschnitzel sind darauf achten, dass das Fleisch durchgebraten ist, also eventuell anschneiden und nachsehen. Wenn sie aber gut geklopft sind, dürfte es zeitlich passen.

Dazu passt ein Sweet-Chili-Dip – muss aber nicht sein, da ja ein Püree dabei ist (Der Dip ist übrigens auch selbst gemacht, und vielleicht verrät mir mein Onkel ja irgendwann mal, wie man den macht;)).

Schnitzel2_klein

 

Ich hoffe ihr probiert es mal aus – wir finden es definitiv besser als Hawaii-Toast:) Vielleicht geht es euch ja dann wie mir, denn ab dem dritten Schnitzel in drei Wochen hat man wieder Übung im Schnitzel panieren und es geht immer schneller von der Hand…
Kleiner Hinweis noch zum Schluss: Wegen der rohen Avocado verdirbt das Püree relativ schnell. Deshalb am besten gleich aufessen:)

Wie immer – einen guten Appetit und viel Spaß,

eure Simone

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