Wenn Erdnuss & Hähnchen sich eine Nudel teilen – Ravioli auf Asiatisch.

Ravioli1_klein
Ravioli – die kleinen Köstlichkeiten, die ich bisher für mich behalten habe. Oder besser wir für uns. Denn die kleine Nudel ist oft unsere Sonntag Nachmittag-füllende Aufgabe. Im Lauf der Zeit haben wir uns verschiedene Füllungen überlegt, die wir besser finden als alle, die wir bisher in Büchern gefunden und probiert haben. Denn in die kleinen Taschen kann man wirklich alles stecken, solange man es vorher in einer Pfanne zusammenrühren kann.
Ravioli sind etwas, für das sich eigentlich jeder begeistern kann. Und da meine ich jetzt nicht die aus der Dose… Viele lassen sich aber auch davon abschrecken. Sollten sie aber nicht – denn wenn man sich die Arbeit ein bisschen lustiger gestaltet und zu zweit ist, fängt es langsam an, sich zu lohnen;)

Diese Variante haben wir uns mal spontan überlegt. Eigentlich wollten wir das Erdnuss-Hähnchen, das ursprünglich ein Wok-Gericht ist, mit Nudeln kochen. Dann hatten wir aber irgendwie Lust, das Ganze IN die Nudel zu packen. Und als Ravioli macht es sich sogar fast besser.

RavioliZutaten_klein

Für den Nudelteig:

400 g Hartweizengrieß
200 ml Wasser
Olivenöl
Salz

Für die Füllung:

250 g Hähnchenbrustfilet
60 g Erdnüsse
6 EL Sojasoße
20 g frischer Ingwer
1 rote Chilischote
4 Knoblauchzehen
1 EL Reisessig
2 EL Speisestärke
3 EL Reiswein
1 EL Zucker
Öl
Salz & Pfeffer

Und so gehts:

Zunächst muss der Nudelteig vorbereitet werden. Dafür Hartweizengrieß und Wasser in einer Schüssel mischen, einen Schuss Öl und Salz (soviel man eben möchte) zugeben und am besten mit den Händen kneten, bis ein Teig entstanden ist. Der wird dann in Frischhaltefolie gewickelt und erstmal im Kühlschrank zwischengelagert, wo er ein bisschen ruhen darf. Eine Stunde sollte reichen.

In der Zwischenzeit kann man sich dann ausgiebig der Füllung zuwenden. Dafür das Hähnchenfleisch in ganz kleine Würfel schneiden. So klein wie möglich am besten, damit in den Ravioli später nicht zu viel Luft ist. Dann die Speisestärke mit 2 EL Wasser anrühren. Die Hälfte der Speisestärkemischung mit 2 EL Reiswein und etwas Salz vermischen und darin die Hähnchenbrustwürfel marinieren. Die Erdnüsse grob hacken.
Ingwer und Knoblauch schälen & fein hacken. Die Chilischote von den Kernen befreien und in kleine Würfel schneiden. Zucker, Reisessig und Sojasoße, restlichen Reiswein und die restliche Speisestärkemischung mit etwas Salz verrühren.
Das Öl im Wok oder einer Pfanne erhitzen und das Hähnchenfleisch darin braten. Ingwer, Knoblauch und Chiliwürfel kurz mitbraten. Die Wein-Essig-Sojasoßen-Mischung dazugeben und alles gut durchrühren. Zu guter Letzt werden die Erdnüsse darunter gemischt und alles mit Salz & Pfeffer abgeschmeckt.
Damit die Wokpfanne dann noch die richtige Konsistenz für eine Ravioli-Füllung annimmt, wird sie zunächst halbiert. Eine Hälfte wird dann mit dem Pürierstab zu einer nicht mehr ganz so ansehnlichen Masse püriert. Dann wird sie zur anderen Hälfte zurückgebracht und alles wird nochmal gut durchgerührt.
Durch diesen Schritt wird die Masse etwas kompakter und es ist weniger Luft dazwischen. So halten die Ravioli besser zusammen und das Kochen kann ihnen später nichts mehr anhaben.
Bis der Teig aus dem Kühlschrank darf, hat nun auch die Füllung kurz Zeit zum entspannen und abkühlen.

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Ist der Teig ausgeruht kann mit dem Füllen begonnen werden. Dafür den Teig mit Hilfe einer Nudelmaschine dünn ausrollen. Falls ihr eine habt, dann reicht Stufe 4. Falls nicht müsst ihr es mit dem Nudelholz versuchen. Ca. 1-2 mm dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Dann mit einem Ausstecher oder einem Glas Kreise oder Quadrate ausstechen und einen kleinen Löffel der Füllung in der Mitte platzieren. Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Je nach Größe kann man entweder einen zweiten Kreis (oder Quadrat) daraufsetzen oder den Teig zusammenklappen. Für beide Varianten werden aber die Ränder mit Ei bepinselt, damit die Ravioli im Wasser auch zusammenhalten.

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Sind Teig und Füllung verarbeitet, geht es ans kochen. Dafür Salzwasser in einem großen Topf zum kochen bringen und die Ravioli hineingeben. Dort bleiben sie ca. 10-12 Minuten. In einer Pfanne kann man dann noch etwas Butter schmelzen und die Ravioli, wenn sie fertig sind, darin schwenken.

Am Ende werden sie noch mit etwas Parmesan dekoriert und dann können sie auch schon präsentiert, bewundert und gegessen werden.

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Viel Arbeit ist das ja schon. Deswegen bekommt man auch immer so kleine Portionen, wenn man sie beim Italiener bestellt. Vorteil wenn man sie selber macht: man darf sich endlich mal satt essen:) Wenn man zu zweit ist kann es außerdem ein lustiger Nachmittag werden. Und was dabei rauskommt, reicht erstens für zwei oder drei Mahlzeiten und ist zweitens den Aufwand auch gerne mal wert.

Wenn ihr demnächst mal Langeweile verspürt und nichts vorhabt wisst ihr ja jetzt, was ihr zu tun habt;)
Liebe Grüße aus der Schweiz,

eure Simone

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