Es gibt nix bessers wia wos Guads – Obatzd is.

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Der Obatzde. Eine Geschichte für sich. Fast das einzige Gericht auf der bayrischen Speisekarte, das tatsächlich vegetarisch ist…wobei ja das Gschnetzlte ganz gerne da zu finden ist…oder der schweizer Wurstsalat.
Ja, in Bayern hat mans nicht leicht als Vegetarier…Aber mir kanns ja eigentlich im wahrsten Sinne des Wortes „Wurst“ sein und immerhin – Obatzda is schließlich ned schlecht. Eigentlich die beste Brotzeit, die man auf einem Brettl servieren kann. Und mein absoluter Biergarten-Höhepunkt…da lass ich jede Wurstplatte stehn.


Und der beste Obatzde hat – auch wenn sich jetzt so Mancher ärgert – nun mal nichts mit dem Thermomix zu tun. Ist ja kein Oghexlda . Und er ist auch nicht braun, sondern schaut in appetitlichen Farben aus der Schüssel raus und lädt mit Paprikapulver bestreut zum bayrischen Brotzeit-Hochgenuss ein.
Aber genug davon, etz wird gebatzt.

BildZutaten_bearbeitet_klei

Was neikummt:
500 g Camembert
250 g Frischkäse
80 g Butter
2 kleine Zwiebeln
1 Halbe Bier (vier Esslöffel für den Obatzdn, der Rest zum dazutrinken)
Paprikapulver
Pfeffer
Salz
Wer’s mag: Kümmel (schmeckt aber ohne ganz fantastisch…)

…des Rezept ist dann der Name: Alles in eine Schüssel und obatzn (zu hochdeutsch: zusammendrücken, wobei es das wirklich nicht trifft – is scho eher a Batzerei). Vorher natürlich die Zwiebeln würfeln. Am besten gehts dann mit der Hand – wer das nicht mag kann sich aber mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel helfen. Ich mach des wie meine Mama, und die schneidet den Camembert vorher in kleine Würfel, damit die Brocken nicht zu groß werden. Erst dann wird alles zusammengematscht.
Paprikapulver, Salz und Pfeffer werden einfach nach Gefühl und Geschmack gehandhabt – also zwischendurch immer viel probieren, währenddessen Bier trinken, dann wird’s gut und gemütlich. Falsch machen ist prinzipiell unmöglich.

Wer den Obatzdn länger aufheben will sollte die Zwiebeln vorher kurz anschwitzen, sonst wird er schneller schlecht. Dann ist er locker ein paar Tage im Kühlschrank haltbar.

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Tatsächlich erfülle ich mit dem Beitrag zwar alle Wiesn-Klischees, aber bei dem Sammelsurium an Rezepten, die momentan veröffentlicht werden, muss ja einer aufpassen, dass ihr keinen Schmarrn zambatzts:)
Dazu ein paar Brezn, Breznstangerl oder -semmeln und eine halbe Bier: eine erstklassige Brotzeit – mehr braucht man gar nicht. Und billiger als auf der Wiesn is es sowieso.

Hauts nei!

eure Simone

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