Zwischen Konfetti & Kostümen: Die gute alte Gulaschsuppe.

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Im Fasching ist ja so einiges los. Man verkleidet sich möglichst absurd, trommelt die Freunde zusammen und macht sich auf den Weg zu einem der einzigen wirklich legitimen, öffentlichen & kollektiven Besäufnisse, die tagsüber stattfinden: dem Faschingsumzug. Nüchtern ist das Ganze kaum auszuhalten. Ich für meinen Teil bin kein Verfechter des bayrischen Faschings. Was in Köln ganz gut funktionieren mag wirkt bei uns immer wie der traurige Versuch etwas aus dem Fasching rauszuholen, was er einfach nicht in sich hat. Aber na gut. Ob mans nun toll findet oder nicht, eine ordentliche Grundlage braucht man auf jeden Fall. Wenn die dann bei Minusgraden auch noch warm hält – umso besser. Deswegen steht heute die Gulaschsuppe auf dem Programm.

Gulaschsuppe gibt es bei uns eigentlich traditionell an Neujahr bei meiner Oma.  Dem verkaterten Gemüt hilft sie eigentlich immer auf die Beine, und selbst wenn das Essen davor schwer gefallen ist, bringt die Gulaschsuppe den Appetit wieder zurück. Dieses Jahr an Silvester haben wir zum ersten Mal unsere eigene Gulaschsuppe ausprobiert. Und wenn sie da schon gut war, so ist diese verfeinerte Version der absolute Wahnsinn;) Die Suppe ist nämlich mit zwei Elementen von zwei Omas aufgepeppt worden: Speck und Paprika. Da konnte ja quasi nichts mehr schief gehen.

Zutaten_klein

Zutaten.
400 g mageres Rindfleisch (wir hatten Tafelspitz – sehr zu empfehlen)
4 Zwiebeln
50 g mageren Speck
50 g Öl
1-2 Zehen Knoblauch
2-3 TL Paprikapulver
2-3 EL Mehl
1 Lorbeerblatt
3 EL Tomatenmark
1 1/2 l heiße Brühe
4-5 Kartoffeln
1 rote Paprika
etwas Tabascosoße
300 ml Rotwein
4 EL Sahne
Salz & Pfeffer

Und so gehts:

Erstmal muss alles klein gewürfelt werden: Das Fleisch, die Zwiebeln, Kartoffeln und Speck. Die Kartoffeln und das Fleisch in mundgerechte Würfel, der Rest schön klein. In einem großen Topf wird das Öl erhitzt und die Fleischwürfel von allen Seiten kurz angebraten. Dann kommen Zwiebelwürfel und der gepresste Knoblauch dazu. Wenn sie kurz mitgeröstet wurden, werden Paprikapulver und Mehl darubergestäubt. Das Tomatenmark und das Lorbeerblatt dürfen auch schon dazugegeben werden. Unter ständigem Rühren wird alles zusammen kurz angeröstet. Das Ganze wird mit der heißen Brühe aufgegossen und die Suppe bei mittlerer Hitze 1 – 1 1/2 Stunden leise gekocht.

Die Paprikaschote wird gewaschen und entkernt und anschließend in kurze, mundgerechte Streifen oder Stifte geschnitten. Ich mag sie am liebsten, wenn sie ganz dünn geschnitten sind, aber im Endeffekt ist das Geschmackssache. Nach 1/2 Stunde Garzeit werden Kartoffelwürfel und Paprikastifte in die Suppe gegeben und mitgekocht. Ist die Suppe lange genug gekocht worden, wird sie am Ende noch mit Rotwein, Sahne, Tabasco, Salz und Pfeffer abgeschmeckt

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Ihr werdet merken, die Gulaschsuppe kocht sich beinah schon von alleine. So schwer, wie ich immer dachte, ist sie auf jeden Fall nicht. Zur Suppe darf meiner Meinung nach das Brot aus dem Rezept für Focaccia & Pomodori nicht fehlen.

Egal ob ihr dieses Wochenende noch auf einen Faschingsumzug, einen Ball oder eine „faschingsfreie“ Party geht – die Gulaschsuppe taugt als Grundlage und als Kateressen:), vor allem wenn es draußen kalt ist. Und wenn man dann nach einer langen Nacht nach Hause kommt kann ja ein kleines Schüsselchen Gulaschsuppe auch nicht schaden.

Viel Spaß, guten Appetit und Prost!

eure Simone

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